Bericht zur Bundessiegerprüfung Agility

Nun ist sie vorbei, die Bundessiegerprüfung 2011 in Meppen. Leider fiel am Donnerstag Yvonne Steinborn-Bartsch mit ihrer Hündin Anja aus, sodass Sylvia Noack und ich zu zweit die Landesgruppe 02 im Bereich Agility vertraten. Freitag begannen um 7:30 Uhr die Agility-Läufe mit dem A-Lauf. Richter für die Bundessiegerprüfung war Bernd Pape. Leider sorgte die nächtliche Nässe für einen sehr rutschigen Boden, sodass die Hunde keinen festen Griff auf dem Boden hatten und es auch aufgrund der doch sehr engen Parcourswege zu einigen heftig anzusehenden Rutschpartien kam.
Für die LG02 endete der erste Lauf in recht guten Ergebnissen. Sylvia Noack bekam leider mit Akita vom Sandokan einen Slalomfehler und dieser führte zu weiteren Zeitfehlern. Amy vom Fasanenbrunnen und ich kamen mit einem Stangenfehler aus dem Parcours und belegten den 11. Platz von 75 Startern, also das gute Mittelfeld.
Am Samstag ging es schließlich mit dem ersten Jumping weiter. Auch dieser Parcours war
wieder sehr eng gestellt, es wurde wenig Raum genutzt, obwohl die Gegebenheiten es hergegeben hätten. Dieser, für Deutsche Schäferhunde, doch sehr hakelig zu führende Parcours sorgte für die ersten Verletzungen bei den Hunden. Sehr viele Hunde liefen hier dann auch in DIS. Leider so auch Sylvia Noack mit Akita. Am vorletzten Hindernis bog Kita leider frühzeitig ab und nahm das falsche Gerät. Amy und ich kamen erneut mit einem Stangenfehler aus dem Lauf, belegten nun den 10. Platz.
Bis jetzt war ergebnistechnisch noch alles offen, jedoch war keiner der startenden Hunde mehr fehlerfrei. Sonntag war der zweite Jumping-Lauf an der Reihe. Wie an den anderen Tagen zuvor auch, hatte Bernd Pape erneut eine Sprung-Kombination eingebaut. Leider lag dieser Parcours Sylvia und mir nicht, sodass unsere Hunde beide in die Disqualifikation liefen.
Sehr schade empfand ich, dass der Agilitysport innerhalb des SV noch keine große Fangemeinde hat. Es war sehr deutlich zu sehen, dass nach den Schutzdiensten die Zuschauer in Massen die Tribünen verließen und sich diese auch nur schwer wieder füllten. Ich selbst empfand dies als sehr, sehr schade, da man das Gefühl bekam, dass der eigene Sport nicht gewürdigt wird. Weiterhin möchte ich ein paar kritische Worte zu den Parcours von Bernd Pape anmerken. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum man bei einer Veranstaltung, wo nur Deutsche Schäferhunde starten, an allen drei Tagen eine Sprungkombination einbauen muss. Für so eine große Veranstaltung, wo es auch darum geht, dass die Zuschauer begeistert werden, waren die gestellten Parcours nicht geeignet. Sie waren eindeutig zu eng gebaut und man hatte nie die Möglichkeit den Hund auf eine sauberen Linie zu führen, die außerdem noch gelenkschonend ist. Die vielen verletzungsbedingten Ausfälle sprechen hier für sich. Natürlich haben die Parcours nichts mit den Ergebnissen zu tun, aber eine Bundessiegerprüfung sollte nicht das Ziel haben so viele Hunde wie möglich in die Disqualifikation zu schicken.
Neben dem Agilitysport hatten wir natürlich die Möglichkeit sehr gute und atemberaubende Unterordnungs- und Schutzdienstprüfungen zu sehen. Hier wurden wirklich hervorragende Leistungen gezeigt. Es war eine schöne Veranstaltung, perfekt organisiert, mit einer absolut tollen Atmosphäre. Die LG Waterkant hat sich hier alle Mühe gegeben, um dieses große Event zu organisieren. Weiterhin sorgte die Sonne dafür, dass man die Bundessiegerprüfung einfach nur genießen konnte. Mit sommerlichen 25°C und keiner Wolke am Himmel verbrachten wir das ganze Wochenende.
Juliette Burmeister belegte mit ihrer „Amy vom Fasanenbrunnen“ den 31. Platz und Sylvia Noack mit ihrer „Akita von Sandokan“ den 63. Platz. Dazu herzliche Glückwünsche!





