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Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft 2009

Wie in jedem Jahr fand auch am diesjährigen Pfingstwochenende die immer wieder gut besuchte Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft statt. Der Gastgeber diesmal war die Landesgruppe Thüringen mit ihrem schönen Städtchen Gera und die dazugehörige Ortsgruppe, welche die Veranstaltung mit organisierte und somit möglich machte. Der Ort des Geschehens war ein Reitstadion, das direkt an der Autobahn nahe dem Industriegebiet lag. Die Ausschilderung war leider mäßig, doch mit wachsamen Augen und ein bisschen Köpfchen war der Parkplatz beziehungsweise das Stadion leicht aufzufinden.

Am Anreisetag, also am Freitag gab es die Möglichkeit auf dem schönen Rasen des Unterordnungs- und Schutzdienstplatzes sowie an den bereitgestellten Agilitygeräten auf einem Logierplatz mit seinem Hund zu üben. Dieses Angebot nutzten natürlich die meisten Teilnehmer aus und da diese Übungszeit nicht organisiert wurde, kam es schnell zu Diskussionen, wer denn jetzt als nächstes mit seinem Hund auf den Platz könne. Dadurch dauerte diese Angelegenheit etwas, doch pünktlich zum Einmarsch der Landesgruppen ins Festzelt waren alle fertig.
Diese Zeremonie war sehr schön mitzuerleben. Alle Teilnehmer stellten sich nach Landesgruppen geordnet mit ihren Jugendwartinnen und Jugendwarten vor dem Festzelt auf. Dann ist jede Landesgruppe einzeln zu
einem Lied ihrer Wahl ins Zelt gelaufen und hat sich vor den Zuschauern präsentiert. Die Stimmung war einfach einzigartig und ich fand unseren Einmarsch zum Lied "Girls just wanna have fun" am lustigsten, da unsere Landesgruppenjugendwartin, Sabine Gummelt, am meisten Stimmung gemacht hat.
Als sich dann endlich alle im Zelt befanden, wurde mit der Auslosung begonnen. Wieder wurden die Teilnehmer nach Landesgruppen geordnet nach vorne zur Bühne gerufen, wo sie dann ihre Startnummern zogen. Nachdem manche die Trauer über ihre ungünstige Nummer überwunden hatten, leerte sich das Festzelt langsam aber sicher und man verschwand in den Zelten oder den gebuchten Zimmern der Stadt.

Am ersten Veranstaltungstag ging es dann für einige schon recht früh los, die Teilnehmer der Leistung unserer Landesgruppe hatten jedoch Glück und waren erst nachmittags an der Reihe. Die Starter im Agility-Bereich waren aber schon morgens mit ihrem ersten Lauf, dem A- Lauf dran, deshalb hieß es für Sabine und die anderen früh aufstehen. Nachdem der halbe Tag vorbei war und die ersten Ergebnisse schon feststanden, Saskia mit Endy in der A3 und Jessica mit Elli in der A1 hatten ihren A-Lauf bestanden, fuhren wir nach und nach hinaus zur Fährte, erst Michèle und eine Stunde später dann ich. Das Fährtengelände befand sich ungefähr 10 Minuten Autofahrt entfernt. Das Fährtengelände war machbar für die Hunde, nur leider waren die Fährten aufgrund der großen Anzahl der Teilnehmer sehr kurz. Mit jeweils nur einen überlaufenden Gegenstand bei Michèle und Elvira genannt Elli (somit 93 Punkte) und leider zwei fehlenden Gegenständen bei mir und Brandy (somit 86 Punkte) hatten wir den ersten Tag mit einem blauen Auge dann auch überstanden.
Wir fuhren zurück ins Stadion um uns noch ein paar Unterordnungen beziehungsweise Schutzdienste anzusehen. Später lud Sabine die anwesenden Teilnehmer aus Berlin-Brandenburg zum Essen ein. Am Abend ließen alle (Anmerk. Sabine „alle Teilnehmer und eine noch nie da gewesene Anzahl an Schlachtenbummlern. Vielen Dank für die Unterstützung der Mannschaft“) den Tag mit einer herrlichen Disco ausklingen. Es gab kaum Lieder, die keiner mitsingen konnte und die Tanzfläche war schon nach kurzer Zeit gerammelt voll. Leider verabschiedeten sich Saskia und Jessica nach einiger Zeit, weil ihr zweiter Agility-Lauf wieder morgens stattfand. Kurz darauf verschwanden auch Michèle und ich mit unserer Riege, da für uns beide am Sonntag Unterordnung und für Michèle noch zusätzlich Schutzdienst auf dem Plan stand.

Wir fuhren etwa zur gleichen Zeit wie am Vortag in Stadion und alle versuchten ihre Aufregung unter Kontrolle zu halten. „Wie im Film“ bekamen wir ein bisschen vom Agility mit und freuten uns, dass es für Saskia auch nach dem ersten Jumpinglauf und einem vorläufigen Platz drei in den letzten Tag gehen konnte. Jessica hatte leider nicht so viel Glück, da Elli in einem unkonzentrierten Moment leider mit einer Pfote den Platz verließ, was zur sofortigen Disqualifikation führte. 

Dann war Michèle mit ihrer Unterordnung an der Reihe und wir fieberten alle mit. Alle sicherten sich gute Plätze um eine gute Sicht zu haben und drückten die Daumen. Als sich Michèle abgemeldet hatte, gab es kein halten mehr. Geschafft: 83 Punkte alle jubelten und klatschten.

Doch kaum war die Nervosität überstanden, kam schon die nächste, denn gleich war ich dran. Es kamen mir vor wie Stunden, die einfach nicht vergehen wollten, als ich am oberen Rand des Platzes auf das Ende der vorherigen Unterordnung wartete. Nach der Anmeldung musste ich natürlich wie immer als erstes zur Ablage und die Minuten im Versteck wurden einfach nicht schneller. Meine Anspannung wurde immer größer, doch als es dann endlich losging, war sie wie verflogen. Nach der Abmeldung ist mir dann

ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. 87 Punkte in Abteilung „B“ waren eingefahren. (Anmerk Sabine „Da hat die Kristin mir doch tatsächlich etwas Wasser in die Augen getrieben, wie sie die zweite Prüfungsunterordnung ihres Lebens geführt hat....boh ej“) Die

Jubelrufe waren in etwa gleich, wie der von Michèle.
Lange ließen uns unsere Nerven nicht in Ruhe, denn kurze Zeit später folgte auch schon der Schutzdienst von unserem Tollhaus-Team. Es lief alles glatt, sodass sichtlich die Erleichterung in den Augen unseres Anhangs zu erkennen war. Mit 89 Punkten und wie Thomas sagte der beste Schutzdienst seit langem konnte Michèle und Elli mit einem Gesamtergebnis von 265 Punkten ihre Vorjahrengesamtleistung noch toppen.

Nachdem die Arbeit mit dem Hund am Sonntag beendet war, ging leider das Wetter ein und es begann - wie angekündigt - zu regnen.

Alle flüchteten schnell ins Festzelt und setzten sich, um gespannt ein paar Reden des Vorstands anzuhören. Als dann einige Leute erwähnt und geehrt wurden, kam anschließend ein Jugendwart auf die Bühne und berichtete über eine Wette mit den Landesgruppenjugendwartinnen, (Anmerk. Sabine: „Uschi aus der LG 10, Monika aus der LG 05, Silke aus der LG 13 und Iris aus der LG 11 wir Hexen trauen uns alles…“) die sich angeblich nicht trauten als Hexen verkleidet im gefüllten Zelt ein Tanz aufzuführen. Weit gefehlt, denn kaum lief die Musik spurteten die "Hexen" ins Festzelt und machten eine Show, die sich gewaschen hatte. Alle klatschten und feuerten die Frauen an. Sie hatten sich extra Kostüme besorgt und Sabine stand das Outfit echt gut. Nach der geforderten Zugabe bekamen die Jugendwartinnen den Wetteinsatz überreicht: eine Kiste Sekt!
Danach machten wir dann dort weiter, wo am Vorabend aufgehört wurde, tanzen war angesagt. Leider ging für mich der Abend nicht ganz so lange, da ich am Montagmorgen mit Schutzdienst dran war. Irgendwann in der Nacht hörten wir dann auch die anderen durch die Pension stapfen und so waren wir alle wieder komplett.

So gegen sechs Uhr morgens war dann die Nacht zu Ende, da wir noch unsere Taschen packen mussten. Um acht Uhr ging es dann los zum Stadion, wo sich dann die Gruppe aus Berlin-Brandenburg wieder einmal gute Plätze sicherte. Und schon war ich an der Reihe. Das ging alles irgendwie viel zu schnell um es wirklich realisieren zu können, denn auf einmal war die Auswertung vorbei und ich merkte, wie sich ein Gefühl der Erleichterung in mir breit machte. (Anmerk. Sabine: mit 82 Punkten in Abteilung C, gesamt 255 Punkte)
Nun konnten wir auf die bestandenen Prüfungen anstoßen und uns in Ruhe noch ein paar andere Leistungen und den dritten Lauf von Saskia und Jessica ansehen. Der lief dieses mal bei Jessica und Elli richtig gut alle Pfoten bleiben wo sie sein sollten. Nun fieberten alle mit Saskia mit, denn mit Endy hatte sie nach zwei tollen Läufen noch Chancen aufs Treppchen zu kommen. Alles lief richtig gut nur ein Falscher Tunneleingang zerstörte, nach dem Vorjahressieg von Julia, eine erneute Siegerehrung mit Berlin - Brandenburger Beteiligung. Dieser Lauf war somit auch eine Disqualifikation.

Eigentlich stand der Sieger der SchH3 Junioren schon fest, doch eine der läufigen Hündinnen räumte das Feld von hinten auf und arbeitete sich somit auf den ersten Platz.
Am Montag mussten Saskia, Michèle sowie Tom Bähr und Sandra Kowalewski dann noch einmal ran. Die vier führten Hunde bei der Schau und so zogen wir zum Schauring um.

 

Es dauerte ewig, da sehr viele Hunde ausgestellt wurden und vorher nicht mit der Siegerehrung begonnen werden konnte, darum mussten wir warten. Doch zum Glück kam am letzten Tag noch die Sonne heraus und das machte die Sache sehr angenehm. Schlussendlich bekamen die Hunde aus der LG 02 gute Bewertungen. (Anmerk. Sabine: „Auf der Zuchtschau wurden aus unserer LG nach meiner Zählung 8 Hunde ausgestellt. An dieser Stelle auch mal einen Dank an die Züchter und Besitzer der Hunde“)

Auf einmal musste alles ganz schnell gehen. Alle Teilnehmer holten ihre Hunde aus den Autos und liefen mit ihnen zum Stadion. Dann mussten sie sich wieder nach Landesgruppen geordnet, aufstellen, der Schildchenträger voran. Für eine kurze Zeit bekam man das Gefühl, dass der Einmarsch zur Siegerehrung ins Stadion begann als eine Kapelle anfing zu spielen, doch das täuschte. Nach gefühlten drei Stunden in der Sonne setzte sich die Kolonne schließlich in Bewegung. Ein aufregendes und wunderschönes Gefühl zusammen von den Zuschauern beklatscht zu werden.
Wir liefen quer über den Platz und platzierten uns alle im Halbkreis mit den Gesichtern zum Publikum. 

Die Siegerehrung verlief für unsere Landesgruppe am Anfang etwas trist, doch als es dann zu den Ehrungen der Agility- Sieger kam, konnten wir laut jubeln, denn Saskia belegte mit Endy den dritten Platz 

in ihrer Sparte. (Anmerk. Sabine: „Okay die Ehrung war aufgrund des Dis. im letzten Lauf nicht richtig, aber für Sakia doch sicher ein tolles Erlebnis auf einer DJJM auf dem Treppchen zu stehen. Ohne die Disqualifikation hätte sie diesen Platz in A3 Jugend erreicht!!!). Endlich mal jemand von uns auf dem Siegertreppchen.<//span>

Anschließend machten wir noch Mannschaftsfotos und holten auch noch unseren Sponsor der Anzüge, Frank Goldlust in unsere Mitte.

Als dann die Fotoserie beendet war, spurtete Sabine ins Festzelt und holte unsere bereits wartenden Pokale ab. Dann hielten wir auch endlich eine Ehrung unserer Leistung in den Händen. Danach verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Heimweg.
Wir ließen ein sehr schönes, emotionales und lustiges Wochenende mit vielen neuen Eindrücken hinter uns. Die Stimmung am gesamten Wochenende, besonders an den Feierabenden war einfach unbeschreiblich.
Vielen Dank an alle, die uns das Wochenende und die Teilnahme an der Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaft ermöglicht haben.

Kristin Schneider

Mein Dank gilt allen die Ihre Hunde den Jugendlichen für die Teilnahme zur LG- JJM und nun auch DJJM zur Verfügung gestellt haben. Und da dies eine besondere Erwähnung verdient hier seien sie nun auch mal namentlich genannt: Monika Wille, ihre Elli von der Liszt der Jessica, Uta Schneider, ihre Brandy vom Adlershofer Wald der Kristin, Christine Muhsold, Ihre Elvira vom Tollhaus der Michèle und Yvonne Steinborn-Bartsch, ihren Endy von der Liszt der Saskia.
Nicht zu vergessen die Aussteller. Corinna Bähr, Brunhild Weiß, Lutz Nix, Hanno Möller und Ingo Jelitto und Yvonne Steinborn-Bartsch denen ich zu ihren erreichten Bewertungen herzlich gratulieren möchte.

Auch möchte ich mich den Worten von Kristin anschließen das gesamte Wochenende war einfach wunderschön!!!!!
Nun noch mal für die Statistiker unter uns:
Kristin Schneider belegte mit Brandy vom Adlershofer Wald und 86, 87, 82 = 255 P. Gut Platz 10 in der SchH 3 Jugend
Michèle Muhsold belegte mit Elvira vom Tollhaus und 93, 83, 89 = 265P. Gut Platz 24 in der SchH 3 Junioren.
Saskia Bartsch mit Endy von der Liszt in der A3 Jugend und Jessica Oehmke mit Elli von der Liszt in der A1 Junioren liefen leider in einen der drei Läufe ein Dis. und sind somit ohne Bewertung.

Sabine Gummelt